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Digitale Notizzettel zu allen Panels
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Zukunft denken für die Ausbildung und das Theater
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Die darstellenden Künste befinden sich in einem enormen Wandel. Sie radikalisieren sich, Künstler*innen der Freien Szene und des Stadttheaters erfinden sich gemeinsam neu, Führungsstile verändern sich, Autor*innenschaft kann kollektiv werden, ein neuer Konsens der Zusammenarbeit wird gesucht. Wir setzen Impulse für eine Ausbildung von heute und ein Theater von morgen.

In Kooperation mit und gefördert von der Hessischen Theaterakademie (HTA)

Termin und Anmeldung

Die Future Area findet am Freitag, 12. Juli 2024 in der HfMDK statt. Sie ist als nicht öffentliche Veranstaltung Teil des Schauspielschultreffens 2024. Eingeladen sind alle Teilnehmer*innen des Treffens sowie Mitglieder der Hessischen Theaterakademie (HTA) und Mitglieder der Gesellschaft der Freunde und Förderer der HfMDK (GFF).

HTA- und GFF-Mitglieder haben eine E-Mail mit Anmeldeinformationen erhalten. Sollten Sie diese nicht mehr finden, kontaktieren Sie gern Carolin Senft: carolin.senft@hfmdk-frankfurt.de

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Programm
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Beginn: 20 Uhr, Großer Saal

  • Begrüßung durch Ingo Diehl (Präsident der Hessischen Theaterakademie) 
  • Einführung von Marion Tiedtke (Ausbildungsdirektorin Schauspiel)
  • Impulsvortrag von Hannah Walther (Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger GDBA)

Ab 20.45 Uhr, elf Räume in der HfMDK

Elf Panels in der HfMDK mit Moderator*innen und Expert*innen

Ab 21.45 Uhr, Foyer und Innenhof

Pause und Gesprächsaustausch sowie Getränke

Ab 22.15 Uhr, elf Räume in der HfMDK

Neue Panel-Runde: Dieselben Themen, dieselben Gastgeber*innen mit neuen Gästen

Ab 23.15 Uhr, Foyer

Dokumentation der Arbeitsergebnisse durch digitale Dashboards/Miro

Ab 23.15 bis 24 Uhr, Foyer und Innenhof

Gemeinsamer Austausch und Ausklang

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Die Panels
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Abschnitte
Titel
Wo geht‘s denn hier zum Engagement? – You are not alone!
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Im Gespräch mit Hannah Walther (Schauspielerin und Mitglied der GDBA) und Paul Maximilian Pira (Schauspieler, Vorstand Ensemble Netzwerk)

Panel I und Panel II: Wie kriege ich einen Job? Wie geht es nach dem Vorsprechen weiter? Was, wenn mich nach den AVOs niemand anruft? Und wenn doch: Was zahlen die dann eigentlich? Wer hilft mir? Was sind meine Rechte? Und wie können wir untereinander Solidarität leben? Wir werden uns mit dem beschäftigten, was direkt vor euch liegt: eure Zukunft im Theater. Und wie ihr diese selbstbestimmt gestalten könnt. Wir wollen euch Mut machen, eure Fragen beantworten und Tipps geben. Wir werden über Zukunftsängste sprechen, über Strategien in der Fülle von Möglichkeiten und über Netzwerke.

Hannah Walther arbeitete zunächst als Regieassistentin und absolvierte dann 2016 ihr Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ihr Erstengagement führte sie ans Mainfranken Theater nach Würzburg. Zur Spielzeit 2018/19 wechselte sie an die Städtischen Bühnen Osnabrück. Seit 2023 lebt sie wieder in Berlin und arbeitet frei in Film, Fernsehen und Theater. Sie ist leidenschaftliche Gewerkschaftlerin und für die GDBA im Beirat und im Basisverband Berlin aktiv.

Paul Maximilian Pira ist Schauspieler, Regisseur und Coach, aktuell freischaffend. Von 2015 bis 2021 war er an unterschiedlichen Theatern engagiert und ist Gründungsmitglied des THEATER (IN) ZIVIL. Gewalt- & mobbingpräventives Theater an Schulen. Außerdem Feldenkrais Lehrer (aktuell in Ausbildung), Verfasser der Kolumne "Kill The Theaterfolklore" im Schauspiegel des BFFS, ehrenamtlicher Aktivist im Vorstand des ensemble-netzwerk e.V., künstlerische Leitung für Bundesweite Ensemble Versammlungen 2021, 2022, Träum Weiter Festival 2023, Ensemble- und Genossenschafts-Mitglied und Kapitän fürs Traumschüff Theater Festivals: Bayerische Theatertage 2018/ 2020, Ruhrfestspiele Recklinghausen 2019, Heidelberger Stückemarkt 2020, Mülheimer Theatertage 2020, Radikal Jung 2020, Berlinale 2022, Theater Natur Festival 2023.

Titel
Wie frei ist die Freie Szene?
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Im Gespräch mit Jan Deck (Regisseur und Dramaturg in der Freien Szene, Geschäftsführer laPROF)

Panel I und Panel II: Die Freien Darstellenden Künste bewegen sich im Dilemma zwischen künstlerischer Autonomie und ökonomischem Prekaritat. Gleichzeitig ist die Szene unglaublich divers – von der urbanen Performancegruppe über tourende Ensembles bis hin zu den Theatern in ländlichen Räumen. Wie könnte man sich eine zukünftige Freie Szene vorstellen, die die Qualitäten freien Arbeitens mit mehr ökonomischer Sicherheit kombinieren kann? Was wünschen wir für uns für die Zukunft der Freien Darstellenden Künste? Wie könnte das künstlerische Arbeiten jenseits der Metropolen oder der großen Produktionshäuser besser funktionieren? Dafür wollen wir gemeinsam Ideen und Vorschläge erarbeiten.

Jan Deck ist Politikwissenschaftler und arbeitet als freier Dramaturg, Regisseur und Kurator mit unterschiedlichen Künstler*nnen, Ensembles und Theatern, vor allem mit seinem Performancekollektiv profikollektion (mit Katja Kämmerer). Zudem arbeitet er als Geschäftsführer von laPROF, dem Landesverband Professionelle Freie Darstellende Künste Hessen. Als Herausgeber publizierte er u.a. mit Angelika Sieburg Paradoxien des Zuschauens (Transcript 2008) und Politisch Theater machen (Transcript 2011) sowie 2014 Stop Teaching! Neue Theaterformen mit Kindern und Jugendlichen(Transcript) mit Patrick Primavesi und Postdramaturgien mit Sandra Umathum.

Titel
Wie können wir Nachhaltigkeit durchsetzen?
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Im Gespräch mit Martina Ruhsam (Wissenschaftliche Mitarbeiterin MA Choreographie und Performance, Justus-Liebig-Universität Gießen)

Panel I und Panel II: Wie können wir Nachhaltigkeit im Theater denken – ohne diese mit Reduktionen oder Verlusten zu assoziieren? Wie können wir vom Wissen um die Dringlichkeit zum Handeln kommen? Wie können neben institutionellen Prozessen (Betriebsökologie) und differenten Förderstrukturen auch künstlerische Prozesse und Arbeiten zur Transformation zu einer nachhaltigeren Gesellschaft beitragen?

Martina Ruhsam ist Künstlerin, Autorin und Dozentin. Nach zahlreichen Jahren als Performerin und Choreografin in der Freien Szene arbeitet sie seit 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, wo sie 2020 promovierte. Für ihre Dissertation „Moving Matter: Nicht-menschliche Körper in zeitgenössischen Choreografien“ erhielt sie den Tanzwissenschaftspreis NRW 2021. Derzeit erforscht sie in dem Forschungsprojekt „The Becoming Ecological of Artistic Work“ gemeinsam mit Dr. Maximilian Haas das Potenzial ökokritischer Performances, wie Künstler*innen mit ökologischen Fragen und Themen in künstlerischen Arbeitsprozessen umgehen und wie letztere nachhaltiger gestaltet werden können.

Titel
Wofür brennst Du: Kinder- und Jugendtheater als Forum der innovativen Theaterarbeit?
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Im Gespräch mit Martin Nachbar (Choreograph und Tänzer, Professor für Szenische Körperarbeit HfMDK), Susanne Schyns und Uta Nawrath (Schauspielerinnen Theaterhaus  Ensemble Frankfurt), Silvia Andringa (Regisseurin, Autorin, Performerin und Künstlerische Leiterin für Kinder- und Jugendtheater und Erwachsenentheater in den Niederlanden)

Panel I und Panel II: Kinder und Jugendliche sind Akteur*innen der Gesellschaft und sie werden in der Zukunft die Verantwortung haben. Alle großen Themen des Lebens sind für sie aktuell. Sie suchen Geschichten, die sie begeistern, die aktuell und kritisch, manchmal radikal sind, die aber auch trösten oder Hoffnung geben. Es gibt kein wichtigeres Publikum als Kinder und junge Menschen. Und es gibt nichts, was man im Theater nicht für sie machen und spielen könnte. Alles ist möglich. Man muss es nur für sie übersetzen. 

Martin Nachbar choreographiert, tanzt, schreibt, kuratiert und unterrichtet. Seine unterschiedlichen Arbeiten wurden von 2007 bis 2019 regelmäßig an den Sophiensälen in Berlin gezeigt. Darunter waren kleine Festivals, Konferenzen, Mitmachperformances und Tanzstücke. Einige davon sind international getourt. Er hat außerdem, ebenfalls in Berlin, das FELD Theater für junges Publikum mitgegründet und dort das Festival Feldspiele organisiert. Seine Texte wurden in diversen Fachmagazinen und Buchpublikationen veröffentlicht. Seit April 2020 lehrt er als Professor für Szenische Körperarbeit / Creative Senses in der Schauspielabteilung der HfMDK.

Silvia Andringa ist freie Regisseurin, Theatermacherin, Festivalleiterin und Konzeptentwicklerin für Kinder- und Jugendtheater und arbeitet in den Niederlanden und Deutschland, sowie grenzüberschreitend und international. Als Regisseurin arbeite sie einige Jahre in Curaçao. Mit dem Theaterhaus Ensemble hat sie zahlreiche Stücke konzipiert und auf die Bühne gebracht u.a. „Stein auf Stein“.

Theaterhaus Ensemble: Susanne Schyns ist Schauspielerin und Tänzerin. Uta Nawrath ist Schauspielerin und Systemikerin. Beide sind Mitbegründerinnen des 4-köpfigen Schauspielensembles. Seit mehr als 20 Jahren machen sie erfolgreich Theater für junges Publikum. Ihre Produktionen wurden vielfach ausgezeichnet, spielen im Freien Theaterhaus Frankfurt, touren und sind auf internationalen Festivals zu Gast. Im Mittelpunkt der Vorstellungen steht dabei immer die Lebens- und Gedankenwelt der Kinder und Jugendlichen. Ihnen soll das Theater eine Stimme geben.

Titel
Wie ist Mitbestimmung am Theater möglich?
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Im Gespräch mit Marion Tiedtke (Dramaturgin, Professorin für Schauspiel HfMDK) und Lizzy Timmers (Regisseurin, Performerin, Künstlerische Leitung und Geschäftsführerin am Theaterhaus Jena)

Panel I: Lizzy Timmers berichtet aus ihrer Arbeit am gegenwärtigen Mitbestimmungsmodell im Theater Jena sowie in der Theaterszene in den Niederlanden, während Marion Tiedtke das Mitbestimmungsmodell der Berliner Schaubühne in den 70iger Jahren vorstellt. Gemeinsam erarbeiten wir Tools, die für eine Teilhabe der Künstler*innen am Theater zentral sein könnten.

Panel II: Wir fragen, wie Mitbestimmung überhaupt durchgesetzt werden kann: Welche Bedingungen braucht es dafür? Welche Aufgabe spielt dabei die Kulturpolitik? Lassen sich Strukturen wirklich verändern?

Marion Tiedtke ist Dramaturgin für Schauspiel und Oper. Nach festen Engagements an der Schaubühne Berlin, dem Schiller Theater Berlin, Bremer Theater, Residenztheater München, Burgtheater Wien und den Münchner Kammerspielen ist sie seit 2007 Ausbildungsdirektorin für Schauspiel an der HfMDK. 2017 bis 2020 war sie am Schauspiel Frankfurt stellvertretende Intendantin und Chefdramaturgin.

Lizzy Timmers ist Absolventin der Toneelacademie Maastricht (2003). Neben ihrer Arbeit mit dem Künstlerkollektiv Wunderbaum hat sie immer wieder als Performerin, Regisseurin und Sängerin mit anderen Künstler*innen und Künstlerkollektiven zusammengearbeitet – u.a. mit De Veenfabriek, The Dutch Chamber Choir, dem Asko|Schönberg-Ensemble, dem Productiehouse Rotterdam, Onafhankelijk Toneel und mit Laura van Dolron. 2016 produzierte sie für die Ruhrtriennale und das Holland Festival mit anderen Koproduzent*innen den „Europe Endless Express“, ein politisches Festival in einem fahrenden Zug. Seit der Spielzeit 2018/19 ist sie festes Ensemble-Mitglied am Theaterhaus Jena und entwickelt hier eigene Arbeiten. Mit der Spielzeit 2022/23 hat sie gemeinsam mit Maarten van Otterdijk die Künstlerische Leitung übernommen und ist Künstlerische Geschäftsführerin der Theaterhaus-GmbH.

Titel
Was bedeutet Inklusion für das Theater und die Ausbildung?
Text

Im Gespräch mit Silke Rüdinger (Professorin für Sprechen HfMDK), Alrun Hofert (Schauspielerin, Festes Ensemblemitglied am Staatsschauspiel Hannover und Alumna der HfMDK)

Panel l und II: Inklusion ist eine Frage der Haltung. Was konkret bedeutet dies für unser alltägliches Miteinander im Kontext von Theater und Ausbildung? Wie können die Wahrnehmung von Barrieren und deren Abbau gelingen? Wie Selbstreflexionen auf institutioneller und im Persönlichen in Bewegung kommen und in Bewegung bleiben? Welche Chancen liegen für uns alle darin? Wo wird Inklusion im Theater schon gelebt und aus welchen Beispielen können wir lernen? Diese Fragen möchte der Panel nachgehen und dabei über unser Verständnis von Kunst und Kriterien für Exzellenz, über Rollenmuster und Bilder von Künstler*innen nachdenken.

Silke Rüdinger ist Professorin für Sprechen im Ausbildungsbereich Schauspiel sowie  Antidiskriminierungsbeauftragte der HfMDK und Prodekanin des Fachbereichs 3 Darstellende Kunst mit seinen Ausbildungsbereichen Musiktheater, Schauspiel, Szene und Tanz an der HfMDK.

Alrun Hofert hat Schauspiel an der HfMDK studiert. Während des Studiums war sie als Gast u.a. am Schauspiel Frankfurt, an den Staatstheatern Mainz, Darmstadt, am Theater Oberhausen und im Theater Der Keller in Köln zu sehen. Ihr Erstengagement führte sie 2017 bis 2019 an das Theater Bielefeld. Seit der Spielzeit 2019/20 ist Alrun Hofert festes Ensemblemitglied am Schauspiel Hannover. Zudem ist sie Kulturpolitische Akteurin, unter anderem im Rahmen der GDBA.

Titel
Was heißt „soziale Arbeit“ im Theater? (ENTFÄLLT leider)
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Im Gespräch mit Marc Prätsch (Schauspieler, Regisseur und Lehrkraft für besondere Aufgaben Schauspiel und Regie HfMDK) und Björn Bicker (Autor, Theatermacher, Professor für Kulturarbeit und Community Building)

Panel I und Panel II: Theater soll politisch sein. Theater soll wirksam sein. Theater soll die Welt verändern. Wenn wir heute über politisches Theater reden, dann reden wir nicht nur über Ästhetik, sondern über Teilhabe, Nachhaltigkeit, Inklusion, Gerechtigkeit und sozialen Wandel. Das ist das Kerngeschäft der Sozialen Arbeit. Aber mittlerweile auch die Erwartung, die viele an das Theater haben. Und wie geht das, Theater als Soziale Arbeit? Und was ist daran Kunst?

Marc Prätsch ist Regisseur und Schauspieler. 2010 wurde er im Deutschen Theater Berlin mit dem Förderpreis der Deutschen Intendanten als Nachwuchsregisseur ausgezeichnet. Seine Produktionen erhielten Preise und wurden zu Festivals eingeladen, wie z.B. 2011 seine gemeinsame Inszenierung mit Björn Bicker „Trollmanns Kampf – Mer Zikrales“ zum HEIMSPIEL-Fond-Festival an das Schauspiel Köln. Er ist an der HfMDK Lehrkraft für besondere Aufgaben für Szenische Grundlagen und Rollenunterricht in den Studiengängen Schauspiel und Regie.

Björn Bicker ist Schriftsteller, Theatermacher, Professor für Kulturarbeit und Community Building. An der HAW Coburg hat er den Masterstudiengang „Applied Theatre: Theater als Soziale Arbeit“ entwickelt. Er schreibt Prosa, Theaterstücke und Hörspiele. Mit Projekten wie URBAN PRAYERS (Münchner Kammerspiele) oder NEW HAMBURG (Deutsches Schauspielhaus Hamburg) hat er die Möglichkeiten des Theaters weit ins Soziale geöffnet.

Titel
Wie integer müssen unsere Autor*innen sein: Genie oder Monster?
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Im Gespräch mit Boris Motzki (Dramaturg am Staatstheater Mainz) und Jens Balzer (Autor und Publizist)

Panel I und Panel II: Lässt sich die moralische Integrität eines Künstlers oder einer Künstlerin von seinem oder ihrem Werk trennen? Diese Frage, die anhand des Ouevres von Peter Handke über Woody Allen bis zu Rammstein derzeit immer wieder auftaucht, ist der zentrale Gegenstand der gemeinsamen Diskussion.

Boris Motzki studierte Theaterwissenschaft und Deutsche Philologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Ab 2006 arbeitete er als Regieassistent am Nationaltheater Mannheim, dort entstanden seine ersten Inszenierungen. Seit 2009 war er als freischaffender Regisseur tätig. Von 2014 bis 2017 war er stellv. Intendant und Schauspielleiter am Landestheater Eisenach. Seit der Spielzeit 2018/19 arbeitet er als Schauspieldramaturg am Staatstheater Mainz, aber auch weiterhin als freischaffender Regisseur.

Jens Balzer ist Schriftsteller und Journalist in Berlin. Er arbeitet als Autor im Feuilleton von DIE ZEIT und ist Kolumnist bei radio eins. 2016 erschien sein vielgelobtes Buch „Pop“, 2019 „Das entfesselte Jahrzehnt. Sound und Geist der 70er“. Seine jüngsten Bücher sind „Ethik der Appropriation“ (Matthes & Seitz Berlin 2002), „No Limit. Die Neunziger – das Jahrzehnt der Freiheit“ (Rowohlt Berlin 2023) und „After Woke“ (Matthes & Seitz Berlin 2024).

Titel
Wie und wann werden wir durch KI abgeschafft?
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Im Gespräch mit Brigitte Bertele (Filmregisseurin, Professorin für Bühne und Film HfMDK) und Heinrich Schafmeister (Schauspieler und KI-Experte der Schauspielergewerkschaft BFFS)

Panel I und Panel II: Die Angst vor KI geht um. Steht die Filmgeschichte an einem Wendepunkt? Wie wird der Einsatz von KI den Schauspielberuf verändern? Mittels Motion Design, Deep Fakes und Volumetric Capturing können virtuelle Schauspieler*innen erschaffen oder lebende Schauspieler*innen unsterblich gemacht werden. Wir diskutieren Strategien, um dem Schrecken seine Spitzen zu nehmen und eruieren gegenwärtig dringend gebotene Positionierungen der Schauspielzunft.

Brigitte Maria Bertele studierte zunächst Schauspiel und arbeitete fünf Jahre in Festengagements. Im Anschluss studierte sie Regie an der Filmakademie Ludwigsburg und der Universidad del Cine in Buenos Aires. Ihr Spielfilmdebüt „Nacht vor Augen“ feierte 2008 im Forum der Berlinale Premiere und wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Seither hat sie 15 weitere Kino- und Fernsehfilme unterschiedlichster Genres realisiert, von Drama über True Crime und Komödie bis zu Literaturverfilmungen und Dokumentarfilmen. Ihre filmischen Arbeiten wurden auf Festivals aller Kontinente gezeigt und mit zahlreichen Preisen bedacht, u.a. dem großen Preis der Jury für die beste Regie des Festival des Films du Monde in Montréal, dem Grimme-Preis, dem Preis der deutschen Filmkritik, dem first steps Award, dem Deutschen Kurzfilmpreis. Seit 2022 lehrt sie an der HfMDK.

Heinrich Schafmeister arbeitet als Schauspieler seit über vierzig Jahren für mehrere hunderte Theater-, Fernseh-, Kino-, Synchron und Hörspielproduktionen. Für Josef Vilsmaiers Kinofilm „Comedian Harmonists“ erhielt er als einer der Mitwirkenden den Bayrischen Filmpreis. Im Jahr 2006 wurde der BFFS und damit der erste und einzige Bundesverband für den Schauspielberuf ins Leben gerufen. Heinrich Schafmeister engagierte sich dort 17 Jahre lang ehrenamtlich im Vorstand. Unter seiner Mitwirkung entwickelte sich der Verband zur mitgliedsstärksten Berufsvertretung in der Bühnen-, Film-Fernseh- und Synchronbranche und zu einer Schauspielgewerkschaft, die heute alle verbindlichen Tarifverträge der Schauspiellandschaft mitgestaltet. Nach seinem Ausscheiden aus dem Vorstand Ende 2023 blieb Heinrich Schafmeister Tarif-Bevollmächtigter und verhandelt u.a. zum Thema des Einsatzes Künstlicher Intelligenz im Schauspielbereich.

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Wie arbeitet ein Kollektiv?
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Im Gespräch mit Lisa Lucassen (Mitglied des Kollektivs She She Pop, Vertretungsprofessorin Regie HfMDK) und Katharina Pelosi (Mitglied des Kollektivs Swoosh Lieu)

Panel I und Panel II: An diesem Tisch sprechen Katharina Pelosi von Swoosh Lieu und Lisa Lucassen von She She Pop über die Arbeit im Kollektiv. Uns ist gemeinsam, dass wir (mehrheitlich) mit Frauen arbeiten, dass wir das schon lange tun (wenn auch unterschiedlich lange) und dass wir in Gießen Angewandte Theaterwissenschaft studiert haben. Die beiden Kollektive unterscheiden sich aber auch in vielen Punkten: Swoosh Lieu haben einen starken Fokus auf Technik, wo sich She She Pop auf Körper und Autobiographie als Methode stützen. Über Unterschiede und Gemeinsamkeiten, aber auch darüber, worauf es bei der Gründung und Pflege eines Kollektivs ankommt, werden wir uns miteinander und den Anwesenden im Raum unterhalten und sind gespannt, was für Fragen es an uns gibt.

Lisa Lucassen studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und ist seit 1993 Gründungsmitglied des Performance-Kollektivs She She Pop: zahlreiche Produktionen und nationales wie internationales Touring, Arbeit vom Konzept über Textentwicklung, Proben, Kostümherstellung, Bühnenbildentwurf, technische Einrichtung bis zur Performance und Abrechnung. Außerdem hielt sie zahlreiche Vorträge Workshops, Lehraufträge und Gastprofessuren. Seit 2022 ist sie Vertretungsprofessorin für Regie an der HfMDK.

Katharina Pelosi studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und arbeitet als Audiokünstlerin im Bereich Performance, Komposition und Hörspiel. Sie ist Teil des feministischen Performance Kollektivs Swoosh Lieu, dessen Projekte u.a. beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens, bei der Tanzplattform Deutschland und beim Festival Impulse zu sehen waren. Ihr Hörstück „Call to Listen“ wurde auf dem Leipziger Hörspielsommer ausgezeichnet, ihr Hörstück „Parole V“ war für den Juliane Bartels Medienpreis nominiert. Sie war Mitglied in dem Graduiertenkolleg „Performing Citizenship“, in dem sie ein künstlerisch-wissenschaftliches Promotionsvorhaben zu Sound als erinnerungskulturellem Medium realisierte. 2018 war sie Stipendiatin an der Villa Kamogawa in Kyoto (Goethe Institut Japan), 2021 an der Casa Baldi – der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom – und 2022 an der Kulturakademie Tarabya (Goethe Institut Istanbul).

Titel
Wie politisch müssen und können wir sein in Zeiten der Massenüberwachung?
Text

Im Gespräch mit Angela Richter (Regisseurin, Vertretungsprofessorin Regie HfMDK) und Dr. Jacob Appelbaum (Journalist und promovierter Wissenschaftler u.a. zur Massenüberwachung)

Panel I und Panel II: Hier wird die dringliche Frage gestellt, wie politisch Kunst und Wissenschaft in Zeiten der Massenüberwachung sein müssen und können. Auch die Problematik, die sich für die Freiheit der Kunst aus den zunehmend moralisierenden Diskursen im Kunstfeld ergibt, wird thematisiert. Diese Diskurse drohen die Kreativität zu gefährden, indem sie die Freiheit des künstlerischen Ausdrucks einschränken und Selbstzensur fördern. Angela Richter und Dr. Jacob Appelbaum haben bereits 2015 gemeinsam künstlerische Performances und Panels am Schauspiel Köln realisiert. Sie werden auch darauf eingehen, wie die gegenseitige Überwachung in den sozialen Medien zum Bumerang geworden ist und die Privatsphäre und Sicherheit der Nutzer*innen gefährdet.

Angela Richter ist Regisseurin und seit 2022 Vertretungsprofessorin für Regie an der HfMDK. In ihren Arbeiten setzt sie sich neben klassischen Stoffen intensiv mit politischen und gesellschaftlichen Themen auseinander und nutzt das Theater als kritisches Medium, um auf Missstände aufmerksam zu machen und zur Aufklärung beizutragen.

Jacob Appelbaum ist unabhängiger Journalist und Forscher im Bereich Computersicherheit. Er war maßgeblich an den Enthüllungen und der Einordnung der Dokumente beteiligt, die Edward Snowden der Öffentlichkeit zugänglich machte. Er hat auch enthüllt, dass die NSA Angela Merkels Handy überwachen ließ. Appelbaum hat seine Promotion im Bereich Verschlüsslungs- und Anonymisierungstechnik abgeschlossen und arbeitet als Post-Doc für die Technische Universität Eindhoven.

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Mitwirkende & Dank
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Die FUTURE AREA wurde entwickelt mit dem dritten Ausbildungsjahrgang Schauspiel der HfMDK und Kolleg*innen der Hessischen Theaterakademie: u.a. Lisa Lucassen (Regie HfMDK), Nikolaus Müller-Schöll (Dramaturgie Goethe Universität), Brigitte Bertele (Film HfMDK), Ruth Schmidt (Angewandte Theaterwissenschaft Gießen) Jan Philipp Stange (Studio Naxos), Simone Fecher-Conte (Theaterhaus Frankfurt) und Anja Haas (Staatstheater Karlsruhe).

Wir danken besonders Philipp Schulte, dem Geschäftsführer der Hessischen Theaterakademie (HTA), und Ragna Guderian, Vertretungsprofessorin Schauspiel im Wintersemester 2023/24 an der HfMDK, für die Unterstützung und Ausarbeitung des Förderantrages.

Verantwortlich

  • Programmplanung: Marion Tiedtke
  • Programmorganisation: Carolin Senft
  • Produktionsleitung: Daniela Kabs
  • Digitale Betreuung der Miro-Boards: Anke Harms (Exzellenzcluster Forschungsverbund Normative Ordnungen der Goethe-Universität) mit Joshua Grölz, Simion Martin, Carolin Senft sowie Studierende aus Schauspiel, Regie und Theater- und Orchestermanagement
  • Grafische Gestaltung: Lisa Mahlberg
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